Dieses Semester beschäftigten wir uns eingehend mit der Musik Ungarns und fügten vier Werke verschiedener Komponisten zu einem spannenden Programm unter dem Motto „HUNGARY FOR MUSiC“ zusammen. Nach einer intensiven, erfolgreichen und schönen Probenphase , in der wie immer auch der außermusikalische Spaß nicht zu kurz kam, verging die Zeit bis zu unseren Konzerten am 12. und 13. Februar wie im Flug.

Den Anfang machte Karl Goldmarks Ouvertüre zu seiner Oper „Die Königin von Saba“, die einen atmosphärischen, zarten und dennoch kraftvollen Einstieg in das Konzert darstellte. Als zweites Stück hatten wir mit Bartoks drittem Klavierkonzert einen starken musikalischen Kontrast ausgewählt. Dieses nicht nur rhythmisch anspruchsvolle Werk hatte uns in der Probenarbeit viel Spaß gemacht und besonders die Zusammenarbeit mit unserem Solisten Gerold Huber war etwas Besonderes. Gerold Huber hat ein Professur für Liedbegleitung an der Universität Würzburg und gewann bereits mehrfach den Echo Klassik. In Konzerten ist er als Solist aber auch als Liedbegleiter von Größen wie Christian Gerhaher, Christiane Karg oder Rolando Villazón zu erleben. Die Zusammenarbeit mit diesem außergewöhnlichen Künstler stellte für uns in diesem Semester einen musikalischen Höhepunkt dar. Auch in anderer Hinsicht war unser Konzert in diesem Semester etwas ganz Besonderes. So zelebrierte unser Orchester nämlich in Gestalt der beiden Konzerte auch sein fünfjähriges Bestehen.

In der Pause der Konzerte bot sich für das Publikum dann die einmalige Gelegenheit, die neuen Fanartikel des MiO zu erwerben, die in diesem Semester in „HUNGARY FOR MUSiC“ Müslischalen bestanden. In der zweiten Hälfte des Konzertes brachten wir dem Publikum zuerst Dohnanyis selten gespieltes Werk „Ruralia Hungarica“ näher und wagten uns dann an Liszts eindrucksvolles Werk „Les Preludes“.

Beide Konzerte waren ein voller Erfolg, den wir nicht zuletzt allen engagierten Organisatoren und Helfern beider Abende zu verdanken haben. Wir möchten uns an dieser Stelle auch herzlich dafür bedanken, dass das Generalkonsulat von Ungarn in München die Schirmherrschaft für unsere Konzerte übernahm. Jetzt geht es gleich weiter mit der Probenphase für unsere Konzertreise nach Südtirol, damit uns auch in den Semesterferien nicht langweilig wird!

 

Das Sommerkonzert 2015 stand unter spanischem Motto, denn schließlich musste endlich der Tatsache Rechnung getragen werden, dass wir in unseren Reihen auch ein spanisches Geschwistertrio aufweisen können! Somit war der persönliche Bezug schnell hergestellt und umso eifriger stürzten wir uns auf die Musik. Dieses Semester bot uns eine dirigentische Ausnahmesituation, die es uns ermöglichte, ein Programm mit zwei Dirigenten zu erarbeiten. So übernahmen dankenswerterweise Martin Wutz und Michael Mader die musikalische Leitung des MiO.

Unser Konzert begann mit Rimski-Korsakovs Capriccio Espagnole, das neben feurigen, spanisch inspirierten Melodien auch eine Reihe solistischer Passagen für unsere Konzertmeisterin Caro im Dialog mit den Bläsern bereithielt. Damit war der solistische Teil des Abends allerdings noch lange nicht vorbei, denn wir hatten mit Emerson Salazar einen fantastischen Solisten für Rodrigos Gitarrenkonzert Concierto de Aranjuez gewinnen können. Beschwingt von den Eindrücken der Gärten von Aranjuez ging es in die Pause. Ganz nach MiO-Tradition hatten einige MiOlini wieder landestypische Snacks, nämlich selbstgemachte Tapas, vorbereitet, so dass für das leibliche Wohl wie immer bestens gesorgt war. 

Die zweite Hälfte unseres Programms begann mit Chapís Preludio de El tambor de Granaderos, einer Opernouvertüre, und mündete in dem wohl bekanntesten Werk des Abends, Georges Bizets Carmen Suite No. 2. 

Ein herzliches Dankeschön auch hier noch einmal allen Leuten, deren Engagement diesen gelungenen Abend ermöglicht hat – Olé!

 

Das Wintersemester 2014/15 kam blau-weiß daher – nein, nicht bayerisch, sondern finnisch: SUOMiO eben. Mit den beiden Komponisten Sibelius und Rautavaara hatten wir uns sowohl einen Vertreter der Spätromantik als auch der Moderne ausgesucht, mit denen wir die Reize Finnlands musikalisch erlebbar machen wollten. 

Die Karelia Suite von Jean Sibelius stellte mit ihren eingängigen Melodien und dem bekannten, marschartigen ersten Satz einen mitreißenden Einstieg für das Konzert dar und stimmte mit ihrem Bilderreichtum in die landschaftliche Schönheit Finnlands ein. Diese Naturmetaphorik brachte Rautavaaras Konzert für Vögel und Orchester, dem Cantus Arcticus, zu einem musikalischen Höhepunkt des Abends. Bei diesem einzigartigen Werk werden Aufnahmen finnischer Singvögel mit Orchesterklängen vereint. Es bildet somit eine eindrucksvolle Symbiose von Kunst und Natur.

Mit einer Rückkehr zu Sibelius, nämlich seiner fünften Sinfonie, rundeten wir schließlich den Abend ab. Dieses große Werk bildete programmatisch keinesfalls einen Bruch zu Rautavaaras modernem Konzert, da die Sinfonie ebenfalls zum Zeitpunkt ihrer Erschaffung weit in die Moderne vorausblicken ließ. Dennoch ist sie noch in der Romantik verwurzelt und so gelang uns mit unserem finnischen Programm auch musikalisch ein Ringschluss. In den Pausen versorgte das Helferteam die Konzertbesucher gewohnt schmackhaft mit allerlei finnischen Spezialitäten und konnte uns somit auch kulinarisch in arktische Gefilde entführen. 

Wie immer stellten die beiden Konzertabende einen gelungenen Abschluss unserer Probenarbeit dar, was wir nicht zuletzt unserem Dirigenten Christian Wolf und allen Organisatoren und Helfern rund ums Konzert zu verdanken haben.