Schon wieder ist eine MiO-Probenphase zu Ende. Zeit für einen Rückblick auf dieses mannerrosarote Semester!

Ein kleines bisschen hatte uns die Konzertreise nach Südtirol schon auf unser österreichisches Programm eingestimmt, immerhin hatten wir einen Nachmittag in Innsbruck verbracht. Umso motivierter stürzten wir uns im April auf die Stücke, die uns nun einige Monate begleiten sollten. In alter MiO-Tradition hatten wir wieder einen Spagat zwischen althergebrachter sinfonischer Konzertliteratur und modernen Orchesterwerken gewagt. So begann unser Programm mit Gottfried von Einems Brucknerdialog, der uns zwar anfangs etwas in den Vorzeichenurwald führte, aber uns bald mit seiner expressiven Rhythmik in seinen Bann zog. Gustav Mahlers Lieder eines Fahrenden Gesellen boten dazu einen lyrischen Kontrast und die Zusammenarbeit mit unserem Baritonsolisten Tibor Brouwer war sicherlich einer der Höhepunkte dieser Probenphase. Beethovens sechste Sinfonie stellte für uns musikalisch freilich eine gewisse Herausforderung dar, schließlich war dieses große Werk eines der programmlichen Aushängeschilder der Konzerte. Mit viel Engagement gingen wir also ans Werk und erarbeiteten uns Stück für Stück diese wunderbare Literatur.

Besonders freute uns, dass das österreichische Generalkonsulat die Schirmherrschaft für unsere beiden Konzerte übernahm. Danke auch an unseren Dirigenten Michael für seinen Elan bei der Probenarbeit und seine Unterstützung auch bei der Organisation der Konzerte. Darüber hinaus bedanken wir uns natürlich bei allen Helfern, die zum Gelingen der zwei Konzerte wie immer maßgeblich beitrugen.

 

Am 26.6.16 war es wieder soweit – der Münchner Stadtlauf stand an! Wie schon seit einigen Jahren erklärte sich auch diesmal wieder eine kleine Formation aus dem MiO und aus MiCapella bereit, unsere Ehre in der Teamwertung zu verteidigen. Drei unserer Sängerkollegen wagten sich an den Halbmarathon, die restlichen MiOlini machten sich mit externer (oder sollte man sagen extremer, lieber Johannes?) Unterstützung an die 10km. Im Vorfeld hatten wir uns auch schon auf dem Probenwochenende unter Jürgens fachkundiger Leitung ans Training gemacht und auch im Münchner Westpark ab und an ein paar gemeinsame Runden gedreht. Wir fühlten uns also gut vorbereitet und auch das eher nass-kühle Wetter konnte uns nicht die Laune vermiesen, liefen wir doch alle lieber bei niedrigeren Temperaturen. Der Andrang am Start war gigantisch. Als der Startschuss fiel, trennten sich unsere Wege doch relativ bald und wir suchten alle unser eigenes Tempo. Im Ziel fanden wir uns einigermaßen erschöpft wieder und checkten sofort unsere Einzelergebnisse. Auch die Teamwertung ließ nicht lange auf sich warten und wir konnten uns über den 32. Platz freuen! Um unsere Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen, gingen wir ins Augustiner und genossen unser wohlverdientes Mittagessen. Bis zum nächsten Jahr!

 

Unsere diesjährige Konzertreise führte das MiO zusammen mit unserem Schwesterensemble MiCapella ins wunderschöne Südtirol, genauer gesagt nach Bozen und Meran. Am 30. März trafen wir uns am Geschwister-Scholl-Platz, beluden den Bus und starteten in Richtung Brenner. Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichten wir die Jugendherberge in Bozen, die uns nun für zwei Nächte beherbergen sollte. Pflichtbeflissen wie wir sind, funktionierten wir den Frühstückssaal des Hostels gleich in einen Proberaum um und gaben unserem musikalischen Programm den letzten Schliff. Nach getaner Arbeit machten wir uns auf ins „Batzenhäusl“, das mit seiner bis ins Mittelalter zurückreichenden Geschichte nicht nur kulinarisch einiges zu bieten hatte. Hier durften wir gleich die südtiroler Spezialität Schlutzkrapfen genießen, wobei auch das Bier aus der hauseigenen Brauerei großen Anklang fand. Ein gelungener erster Abend!

Am zweiten Tag unserer Reise lernten wir vormittags bei einer kleinen Stadtführung Wissenswertes über Bozen und konnten uns einen Überblick über die Altstadt mit ihren kleinen Gassen und alten Häusern verschaffen. Anschließend machten es sich manche in einem Café gemütlich, während andere die Aussicht entlang der Oswaldpromenade erkundeten. Dann hieß es auch schon wieder Proben, denn wir wollten die Dominikanerkirche noch auf ihre akustischen Besonderheiten und Herausforderungen überprüfen. Das Konzert selbst lockte dann auch einige Besucher an und stellte einen gelungenen Auftakt unserer Konzertreise dar, der danach bei Pizza und Wein gebührend gefeiert werden konnte.

Um nicht von Konzert zu Konzert zu hasten und etwas Urlaubsflair aufkommen zu lassen, hatten wir zwischen den beiden Aufführungstagen einen musikfreien Tag eingeplant. So war zum Beispiel Zeit um Ötzi einen Besuch abzustatten und die wunderschönen Gärten von Schloss Trauttmannsdorff zu besichtigen.

Der Meraner Konzerttag begann mit einer der legendären Stadtführungen von Kai, führte über eine aufregende Busfahrt durch die engen, steilen Straßen von Dorf Tirol (aber rückwärts, vorwärts kann ja jeder!) zu einem gut besuchten Abschlusskonzert und endete ausgelassen feiernd in einem Meraner Club.

Leicht verschlafen krochen wir am Sonntag in den Bus und machten uns auf den Weg Richtung München, aber nicht ohne Michaels Heimatstadt Innsbruck noch einen kleinen Besuch abzustatten. Zurück in der Landeshauptstadt bedanken wir uns beim Konzertreisenteam für diese wunderschönen Tage im Frühling Tirols – Ihr seid die Besten!